Wie wir für Beziehungsrezepte.de eine professionelle Preisseite erstellt haben – und warum das eine smarte Entscheidungen für jede Dienstleister-Website ist.
Warum verstecken so viele Dienstleister ihre Preise?
Kennst du das? Du suchst nach einem Coach, einer Beratung oder einer Dienstleistung – und nirgendwo findest du auch nur einen Hinweis auf die Kosten. Stattdessen steht da: „Kontaktiere uns für ein individuelles Angebot“ oder „Preise auf Anfrage“.
Was passiert in so einem Moment? Du springst ab. Nicht, weil du dir die Leistung nicht leisten könntest – sondern weil du nicht weißt, ob sie überhaupt in deinem Budget liegt. Und genau dieses Gefühl der Unsicherheit kostet Unternehmen täglich potenzielle Kunden.
Viele Dienstleister glauben, dass sie mit versteckten Preisen mehr Verhandlungsspielraum haben oder ihre Konkurrenz nicht informieren wollen. Doch die Wahrheit ist: Fehlende Preise schaden mehr, als sie nutzen.
Was sagt die Wissenschaft? Wes McDowells klare Ansage
Der US-amerikanische Website-Strategie-Experte Wes McDowell hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt – und seine Antwort ist eindeutig:
„If you’re a service provider, should you publish your prices online? Spoiler Alert: YES!“
Seine Begründung basiert auf psychologischen Prinzipien, Conversion-Optimierung und echten Erfolgsgeschichten. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel: River Pools & Spas.
Die River-Pools-Story: Von der Krise zum Marktführer – dank Preistransparenz
2008, mitten in der Wirtschaftskrise, verlor das Unternehmen in nur 48 Stunden fast 250.000 Dollar an Anzahlungen. Statt sich zu verstecken, entschied sich der Inhaber Marcus Sheridan für radikale Transparenz: Er beantwortete auf der Website die Frage „Wie viel kostet ein Fiberglass-Pool?“ – mit echten Preisfaktoren, Spannen und Beispielen.
Das Ergebnis?
- Die Website wurde zur meistbesuchten Pool-Website der Welt
- Über 35 Millionen Dollar Umsatz direkt über die Website
- River Pools wurde zum Branchen-Standard – selbst Wettbewerber verweisen auf sie
3 psychologische Gründe, warum Preise auf der Website funktionieren
1. Vertrauen aufbauen statt Zweifel säen
Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant und es gibt keine Preise auf der Karte. Was denkst du?
„Kann ich mir das überhaupt leisten?“ oder „Was wird hier versteckt?“
Genau dasselbe passiert auf Websites ohne Preisangaben. Transparenz signalisiert Selbstvertrauen – du zeigst, dass du genau weißt, was deine Arbeit wert ist.
2. Lead-Qualifizierung: Nur die richtigen Anfragen
Wes McDowell erzählt aus eigener Erfahrung: Als er noch Webdesign-Dienstleistungen anbot, kamen ohne Preisangaben ständig Anfragen von Leuten, die dachten, eine Website kostet 300 €. Nach endlosen Rechtfertigungsgesprächen hat er Preisspannen auf die Website gestellt.
Das Ergebnis:
Nicht weniger Anfragen – aber nur noch qualifizierte Leads, die bereits wussten, in welcher Größenordnung sich seine Preise bewegen. Zeitersparnis pur.
3. Anchoring-Effekt: Wer zuerst nennt, gewinnt
Ein psychologischer Trick, den viele unterschätzen:
„Whatever information we hear first sets the standard that we’re going to compare all other options to.“ – Wes McDowell
Wenn niemand in deiner Branche Preise nennt, dann sei der/die Erste! Denn damit setzt du den Benchmark, an dem alle anderen gemessen werden.
Beispiel:
Wenn du 10.000 € nennst und danach 4.000 € sagst, klingt 4.000 € plötzlich günstig – auch wenn es objektiv immer noch viel Geld ist. Das nennt man Price Anchoring.
Praxisbeispiel: Die neue Preisseite für Beziehungsrezepte.de
Genau diese Prinzipien haben wir jetzt für unsere Kundin Nadine Koch von Beziehungsrezepte.de umgesetzt.
Die Ausgangssituation
Nadine bietet Paarberatung, Coaching und Paartherapie an – sowohl in Mannheim als auch in Speyer und online. Ihre Leistungen sind hochwertig, individuell und einfühlsam. Doch auf der Website fehlte eine zentrale Information: Was kostet das eigentlich?
Viele Interessierte zögerten, Kontakt aufzunehmen, weil sie nicht wussten, ob sie sich die Beratung leisten können. Und genau hier setzt die neue Preisseite an.
Was wir umgesetzt haben
✅ Klare Preis-Struktur mit verschiedenen Formaten
- Paarberatung / Paartherapie: 160 € (90 Min.)
- Einzelberatung: 80 € (60 Min.)
- Intensiv-Workshop: 280 € (3 Std.)
- Intensiv-Workshop zu zweit (mit Co-Therapeut): 380 € (3 Std.)
- Intensiv-Paket (10 Sitzungen): 1.300 €
- Premium-Langzeit-Paket „Zweisam weitergehen“: 2.600 € (20 Std.)
✅ Anchoring clever genutzt
Das Premium-Paket (2.600 €) steht ganz unten – es wird sich seltener verkaufen, aber es macht die Standard-Pakete (160–380 €) deutlich erschwinglicher wirken.
✅ Mehrwert statt nur Preise
Jedes Angebot ist ausführlich beschrieben: Was bekommst du? Für wen ist es geeignet? Welche Probleme löst es?
✅ FAQ-Bereich für letzte Zweifel
- „Wie viele Sitzungen brauchen wir?“
- „Können wir auch online beraten werden?“
- „Was passiert, wenn mein:e Partner:in noch unsicher ist?“
✅ Warme, einladende Sprache
Statt trockener Aufzählungen nutzen wir Nadines Markenstimme: liebevoll, klar, genussorientiert – passend zu „Beziehungsrezepte“.
Wie einfach war die Umsetzung?
Das Beste daran: Eine bestehende Website zu erweitern, ist unkompliziert und schnell.
Der Prozess in 4 Schritten:
- Strategie & Content-Struktur (1–2 Stunden)
- Welche Angebote gibt es?
- Wie sollen sie präsentiert werden?
- Welche Fragen haben potenzielle Kunden?
- Texterstellung (2–3 Stunden)
- Beschreibungen für jedes Angebot
- FAQ-Bereich
- Nutzenargumentation (nicht nur „Was“, sondern „Warum“)
- Design & Integration (3–6 Stunden)
- Einbindung ins bestehende Website-Design
- Mobile-Optimierung
- SEO-optimierte Überschriften und Meta-Beschreibungen
- Go-Live & Testen (30 Min.)
- Funktioniert alles auf allen Geräten?
- Sind alle Links korrekt?
Gesamt-Aufwand: Etwa 1–2 Tage – für eine Erweiterung, die nachhaltig mehr qualifizierte Anfragen bringt.
„Aber meine Dienstleistung ist doch individuell!“ – Lösungen für flexible Preise
Viele Dienstleister sagen: „Ich kann keine festen Preise nennen, weil jedes Projekt anders ist.“
Die Lösung: Auch ohne feste Preise kannst du Transparenz schaffen!
6 Möglichkeiten, Preise darzustellen:
- „Ab“-Preise → z.B. „Ab 1.500 €“
- Preisspannen → z.B. „Zwischen 3.000 € und 8.000 €“
- Preisfaktoren erklären → „Was macht ein Projekt teurer? Was günstiger?“
- Projekt-Beispiele → „Projekt A: XYZ für 5.000 €“
- Paket-Struktur → Basis, Standard, Premium (wie bei Beziehungsrezepte)
- Preis-Kalkulator → Interaktives Tool (besonders bei komplexen Dienstleistungen) (Referenz Kostenrechner)
Typische Einwände – und warum sie nicht zählen
| Einwand | Die Wahrheit |
|---|---|
| „Meine Konkurrenz könnte mich unterbieten.“ | Deine Konkurrenz kennt deine Preise sowieso ungefähr. Geheimhaltung hält nur Kunden im Unklaren. |
| „Ich brauche Verhandlungsspielraum.“ | Versteckte Preise lassen Kunden das Schlimmste annehmen (= maximale Abzocke). Das schafft Misstrauen. |
| „Ich verliere hochpreisige Kunden.“ | Falsch! Wer sich deine Leistung leisten kann, wird nicht abgeschreckt – im Gegenteil, Transparenz wirkt professionell. |
Fazit: Preise zeigen = Smart Business
Eine Preisseite auf der Website ist keine „Kann-man-machen“-Ergänzung – sie ist ein strategisches Conversion-Tool, das:
- Vertrauen aufbaut
- Leads qualifiziert
- Zeit spart
- Dich als Experten positioniert
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