Diagnostik

Warum ist die Diagnose bei der Zahnheilkunde so wichtig?

Vor einer zahnärztlichen Behandlung steht zunächst eine ausführliche Anamnese, d.h. die genaue Abklärung Ihres Gesundheitszustandes, inklusive aller wichtigen Vorerkrankungen, Allergien und Medikationen.

Nach der Inspektion Ihrer Mundhöhle, wobei neben den Zähnen auch das gesamte Zahnfleisch, die Zunge, die Muskulatur und auch die Kiefergelenke untersucht werden, sind unter Umständen noch weiterführende Maßnahmen wie neurologische oder auch psychische Befunde wichtig.

Deshalb ist die Diagnostik der Grundbaustein jeder Behandlung.

Worauf wird bei der zahnärztlichen Diagnose besonders Wert gelegt?

Jede erfolgreiche Therapieplanung setzt eine richtige Erkennung der Ursachen voraus. Die Diagnostik stellt hierbei die erste Stufe zum Behandlungsziel dar.

Wir betreiben eine umfassende Diagnose mit Lupenbrillen, digitalem Röntgen, intraoralen Fotos / Videos und ggf. Bakterientests, um den richtigen Weg zur passenden Therapie realisieren zu können. Wir legen besonderen Wert darauf Sie risikoarm und vollständig zu behandeln und Sie außerdem anschaulich und verständlich über jegliches Vorgehen zu informieren.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Großes Leistungsspektrum
  • Allgemeine und zahnärztliche Anamnese: Das Wort Anamnese stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Erinnerung“. Hierbei handelt es sich um eine gründliche Befragung zu Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, eventuellen Allergien, Medikamenten, vorherigen Operationen und Erkrankungen. Die zahnärztliche Anamnese befasst sich speziell mit der Mund-Kiefer-Gesichts-Problematik.

  • Untersuchung mit Lupenbrille: Wir untersuchen Ihre Zähne und die Mundschleimhäute mit 3,5 facher Vergrößerung, um auch die kleinste Karies und Schleimhauterkrankung zu erkennen und für Sie so präzise wie möglich arbeiten zu können.

  • Digitales Röntgen: Wir röntgen digital! Das bedeutet, dass Ihre Röntgenbelastung auf ein Minimum reduziert wird. Die Röntgenbelastung im Vergleich zum herkömmlichen Röntgen kann auf bis zu 90% reduziert werden. Auf chemische Entwickler-und Fixierflüssigkeiten können wir verzichten und belasten auch die Umwelt weniger. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man das Röntgenbild schon innerhalb weniger Sekunden beurteilen und sogar per E-Mail versenden kann. Dank der entsprechenden Bearbeitungsprogramme lassen sich Kontraste und sogar Messungen durchführen. Wussten Sie eigentlich? Ein großes Röntgenbild bei uns entspricht zum Beispiel nur einem Zehntel der Röntgenbelastung eines Fluges von Frankfurt nach New York.

  • Demonstration mit Macrokamera: Mit einer oralen Macrokamera nehmen wir den Blick auf Ihre Zähne auf und können die Aufnahme nicht nur speichern, sondern Ihnen damit auch veranschaulichen, was wir sehen. Behandlungsverläufe und Behandlungserfolge werden verdeutlicht und dokumentiert. Wir versprechen Ihnen: So haben Sie Ihre Zähne noch nie gesehen.

  • Anfärben: Mithilfe eines Färbemittels können wir Ihre Zähne anfärben, um Ablagerungen und Beläge sichtbar zu machen, die Sie mit der häuslichen      Mundhygiene nicht beseitigen können. Sinnvoll ist anschließend eine professionelle Zahnreinigung, mit der auch die kleinsten Beläge entfernt werden. Zur Kontrolle wird erneut angefärbt und gegebenenfalls nachgereinigt. Die professionelle Zahnreinigung ist eine Privatleistung und wird nur bei wenigen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Fragen Sie am Besten jetzt bei Ihrer Krankenkasse danach!

  • PSI (Parodontale screening Index): Die Parodontitis (Zahnfleischentzündung) ist neben Karies einer der häufigsten Gründe für Zahnverlust. Häufig kommt die Diagnose zu spät, denn die Krankheit verläuft unsichtbar und meist schmerzlos. Daher gilt es die Parodontitis frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mit einer speziellen Sonde ist es uns möglich Ihr Zahnfleisch zu untersuchen und bestehende Erkrankungen zu diagnostizieren. Anhand verschiedener Indizes lässt sich das Stadium der Parodontitis genau kategorisieren und die Behandlung darauf individuell abstimmen. Die Kosten für diese Leistung werden auch von gesetzlichen Krankenkassen ein Mal innerhalb von zwei Jahren übernommen.

Neben den oben erwähnten Untersuchungsmöglichkeiten gibt es noch eine Vielzahl weiterführender Diagnostik-Optionen. Diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Hierzu zählen:

Kiefergelenksdiagnostik

Ihre Kiefergelenke knacken oder schmerzen? Wir können helfen!

Mit ein paar Tests und eventuell einem Röntgenbild Ihrer Kiefergelenke, kann man schnell erkennen, wie es um Ihr Kiefergelenk steht. Einfache Maßnahmen wie zum Beispiel das Anfertigen einer Schiene können Ihre Kiefergelenke entlasten und vor weiteren Schäden schützen. Natürlich gibt es auch komplexe Probleme, eventuell verursacht durch einen Unfall oder eine prothetische oder kieferorthopädische Behandlung, doch auch hier finden wir eine auf Ihre Problematik abgestimmte Lösung.

Neurologische Tests

Sie haben ausstrahlende Schmerzen, ein Taubheitsgefühl in einer bestimmten Gesichtshälfte oder in bestimmten Regionen Ihres Gesichtes? Dann ist es an der Zeit dies zu untersuchen. Diese Schmerzen stammen oft nicht wie erwartet von den Zähnen, sondern können ganz verschiedene Ursachen haben, die unbedingt diagnostiziert und behandelt werden müssen.

CMD Diagnostik ( cranio mandibuläre Dysfunktion )

Außer den oben angeführten Tests können auch das Abtasten der Muskeln und knöchernen Strukturen notwendig werden. Aber auch die Beurteilung der Wirbelsäule, des Hüftgelenkes und der Beinlängen bzw. der Differenz der Beinlängen können hierbei eine Rolle spielen.

Funktionsdiagnostik

hierbei werden zusätzlich zu den üblichen Untersuchungen auch die Funktion der Kiefergelenke untersucht und dokumentiert. Das Zusammenbeißen und die Kaubewegungen der Kiefer können durch viele Ursachen gestört oder behindert sein.

Modell-Analyse

Mit Gipsmodellen Ihrer Kiefer lassen sich im Artikulatorgezielt und einfach Bewegungen nachahmen und Versorgungen planen. Gipsmodelle aus Präzisionsgips gehören seit Jahren zum Standard einer zahnärztlichen Untersuchung und sind für viele Situationen unerlässlich. Oft müssen bei CMD- oder funktionsgestörten Patienten Modelle der Kiefer angefertigt werden und diese mittels eines Gesichtsbogens ( der schmerzfrei für kurze Zeit angelegt wird ) in einen individuellen Artikulator ( ein Gerät was das Kiefergelenk simulieren soll ) eingebaut werden. Dort kann man die Bewegungen der Kiefer und der Zähne gegeneinander einfacher als im Mund darstellen und beurteilen.

Bakterientests

Bei ausgeprägten, besonders bei immer wiederkehrenden Zahnfleischerkrankungen ist es ratsam zu wissen welche Keime für diese Entzündungen verantwortlich sind. An Hand dieser Tests kann der Behandler gezielt ein Antibiotikum einsetzen. (Bakterien wie Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis, Treponema denticola und Tannerella forsythia sind nicht nur wunderbare Zungenbrecher, sondern diese sind auch absolut schädlich für Ihr Zahnfleisch und führen zur Parodontitis). Bei einem Bakterientest wird Sulkusflüssigkeit (Taschensekret) mit einem Papierstäbchen entnommen und von einem Labor ausgewertet. Wenn wir die genauen Erreger kennen, können wir die Zahnfleischbehandlung gezielt auch medikamentös behandeln. So erreichen wir gemeinsam ein optimales Ergebnis. Für die Karies sind andere Bakterien verantwortlich. Vor allem sind die Bakterien Streptococcus mutans und die Laktobazillen zu nennen. Bei generalisiertem Kariesbefall ist hier ein Bakterientest auf jeden Fall auch sinnvoll.

Knochen-Analyse vor Implantationen

Wenn Sie sich für Implantate interessieren ist eine gründliche Untersuchung Ihrer Kieferknochen notwendig. Mittels einer sogenannten Messaufnahme ( 2- oder sogar 3 Dimensionales Röntgen ) kann der Knochen in Bezug auf seine Eignung für Implantate untersucht werden.

Ein Implanat braucht einen sicheren Sitz! Bevor man ein Implantat in den Knochen einbringen kann, muss sichergestellt sein, dass genügend Knochensubstanz und entsprechende Knochenqualität vorhanden ist. Maßnahmen wie das Abtasten mit einer Stopsonde, ein zweidimensionales Röntgenbild oder sogar eine dreidimensionale Aufnahme in schwierigen, unsicheren Fällen geben hier Aufschluss. Wussten Sie, dass man fehlenden Knochen wieder aufbauen kann? Fragen Sie uns!

Standart-Diagnose, Bakterientests, digitales Röntgen, Untersuchung mit Lupenbrille, Verwendung einer Oralkamera.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Standart-Untersuchung.

Lassen Sie sich professionell beraten,
wir freuen uns bereits auf Sie!

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